Wie gefährlich ist Borreliose beim Hund?

Borreliose ist eine bakterielle Infektionskrankheit, die durch den Stich einer Zecke übertragen wird. Frühzeitig erkannt, ist Borreliose in der Regel gut behandelbar. Allerdings kann die Krankheit für Hunde, wenn sie nicht erkannt und unbehandelt bleibt, zu lang anhaltendem und schmerzhaften Leiden führen.

Hund mit Zeckenbefall

Hund mit Zeckenbefall

Wie man Zecken beim Hund richtig entfernt, können Sie hier erfahren.

Borreliose entwickelt sich oft schleichend über mehrere Monate hinweg, ohne erkennbare Symptome. Als Hundehalter können wir Verhaltensänderungen bei unserem Hund beobachten, wie beispielsweise Schmerzen, Bewegungsunlust, Gelenkbeschwerden und Fieber. Doch diese Anzeichen sind oft schwer auf den eigentlichen Auslöser, den Zeckenbiss, zurückzuführen. Es ist auch wichtig zu beachten, dass viele Hunde, obwohl sie mit Borreliose infiziert sind, keine Borreliose-Krankheit entwickeln. Selbst wenn ein Labortest positiv auf Borrelien ausfällt, kann man sich nie ganz sicher sein, ob die beobachteten Symptome nicht auch auf eine völlig andere Krankheit zurückzuführen sind.

In einer solchen Situation wird der Tierarzt nicht nur den Labortest behandeln, sondern zunächst eine Differenzialdiagnose durchführen, um alle anderen möglichen Krankheiten auszuschließen. Erst wenn Krankheiten wie Hüftdysplasie und Arthrose, die ebenfalls Lahmheit verursachen können, ausgeschlossen sind, wird eine spezielle Antibiotika-Therapie gegen die Borreliose eingeleitet. Diese Behandlung ist langwierig und muss mehrfach wiederholt werden. Die Chancen stehen jedoch gut, dass der Hund seine frühere Lebensqualität und Lebensfreude wiedererlangt.

Leider gelingt es oft nicht, die Borreliose-Bakterien vollständig abzutöten. Ein erneuter Ausbruch der Krankheit (Rezidiv) ist daher möglich und erfordert erneute Behandlung.

Erste Symptome der Borreliose: 

Es kann mehrere Wochen dauern, bis die ersten Symptome einer Borreliose auftreten. Leider gibt es keine eindeutigen Anzeichen, die auf eine Infektion mit Borrelien hinweisen. Die folgenden Symptome können auftreten, sind aber nicht zwingend vorhanden. Wenn sie auftreten, können sie je nach individuellem Fall unterschiedlich stark ausgeprägt sein:

  • Verminderter Appetit
  • Mangelnde Lust zur Bewegung
  • Schwierigkeiten für den Hund, nach einer Weile des Liegens aufzustehen
  • Erschöpfung
  • Erhöhte Körpertemperatur, möglicherweise hohes Fieber bis zu 40,5 Grad
  • Schwellung der Lymphknoten

Symptome im fortgeschrittenen Stadium:

Das Hauptmerkmal der Borreliose im fortgeschrittenen Stadium bei Hunden ist Lahmheit, was sich durch Humpeln und Hinken äußern kann. Weitere Symptome umfassen:

  • Fieber: Fieber messen beim Hund
  • erhöhte Körpertemperatur, Fieber von 39,5 bis 40,5 Grad Celsius
  • beeinträchtigtes Allgemeinbefinden, Müdigkeit und Abgeschlagenheit – der Hund wirkt schlapp
  • betroffene Gelenke können geschwollen und berührungsempfindlich sein, (achten Sie auf Schmerzreaktionen beim behutsamen Abtasten der Gelenke)
  • wiederkehrende Gelenkentzündungen (Arthritis, Borrelienarthritis), auch an mehreren Gelenken gleichzeitig (Oligoarthritis)
  • steifer Gang
  • leichte bis deutlich spürbare Temperaturerhöhungen in den betroffenen Gelenken
  • wandernde Gelenkbeschwerden von einem Gelenk zum anderen
  • gelegentlich auftretende Lähmungserscheinungen, mal in einem Gelenk, dann in einem anderen
  • Beschwerden an der Wirbelsäule und den Wirbelgelenken
  • Anlaufschmerzen, der Hund hat Schwierigkeiten, nach Ruhephasen aufzustehen und kommt nur mühsam in Bewegung
  • Lahmheit, insbesondere im Ellenbogen-, Knie- und Pfotenbereich
  • in schweren Fällen kann der Rücken des Hundes gekrümmt sein, ähnlich wie bei einem Katzenbuckel
  • Appetitlosigkeit bis hin zur Futterverweigerung
  • geschwollene Lymphknoten
  • bei auftretenden Schmerzen können Verhaltensänderungen von Bewegungsunlust bis Aggression auftreten

Kehren Borreliose-Schübe immer wieder, spricht man von einer chronischen Borreliose. Das passiert, wenn das Immunsystem des Tieres generell stark geschwächt ist.

Die Borreliose gehört neben 6 weiteren Krankheiten zu den Mittelmeerkrankheiten.

Klicken Sie auf die jeweiligen Krankheiten, um mehr zu erfahren.

  1. Anaplasmose
  2. Babesiose
  3. Borreliose
  4. Ehrlichiose
  5. Dirofilariose
  6. Hepatozoonose
  7. Leishmaniose
Erste-Hilfe beim Hund

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